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Schön war´s ...

(Stadtteilzeitung MQ Januar 2019 - Redaktion)

Normalerweise kennt man das ja so in der Stadt. Keiner kennt den anderen und jeder lebt vor sich hin. Als wir uns vor ein/zwei Jahren auf die Suche nach einer neuen Wohnmöglichkeit machten, überlegten wir stark, ob der Weg aufs Dorf oder die vertraute Stadt besser für uns sei. Auf dem Dorf kennt man sich. Das ist gut für uns und vor allem für die Kinder. Aber Stadtmenschen sind wir schon irgendwie.

Um so überraschter waren wir, als wir in den „Wohl“ zogen und das Stadtleben weiterhin genossen und noch ein großes Extra dazu bekamen. Denn „HIER KENNT MAN SICH“. Es wurden Aktionen durchgeführt, um einander näher zu kommen. Einige Nachbarn sind sehr engagiert und das imponierte uns.
Oft konnten wir selbst nicht an Aktionen teilnehmen, weil die Kinder zu dieser Zeit zu Bett gingen und dann Unternehmungen wirklich anstrengend werden. Andere Nachbarn arbeiteten zu dieser Zeit noch.
So entschlossen wir uns, während der Bauphase der gesperrten Straße eine Art kleines Straßenfest zu veranstalten. Wir wussten, dass unsere direkten Nachbarn mit dabei sind und das alleine war uns Grund genug, dieses nette Beisammensein zu veranstalten. Viel zu selten hält man auf der Straße an, um wirklich mal mehr als drei Sätze miteinander zu sprechen.
Viele haben mitgeholfen und ihre Hilfe angeboten, was schon im Vorhinein toll war. Als dann auch noch so viele Nachbarn dazu kamen, wurde ein sehr, sehr schöner und runder Nachmittag/Abend daraus. Alle brachten etwas mit, so dass alle satt wurden.
Die Kinder spielten teils an der Michaeliskirche, sie mischten sich unter die Leute, alle stellten sich vor und unterhielten sich angeregt. Es war wirklich ein sehr schöner Abend, bei dem ich mich fragte, ob wir das nicht immer machen sollten, anstatt mehr oder weniger alleine (mit den Kindern) zu Hause zu sein. Am gleichen Abend schmiedeten wir mit den Nachbarn Pläne, ein solches Fest zu wiederholen. Denn es hat allen gut gefallen. Vielen Dank dafür!
Bei dieser Gelegenheit: Es ist noch ein silberner Keksteller herrenlos übrig geblieben. Er steht bei uns zur Abholung bereit.
Auf ein baldiges Wiedersehen, Familie Fleer, Wohl 27