Altenzentrum Magdalenenhof warnt vor Gefahren im "Goldenen Herbst"
Stadtteilzeitung Ost-Innenstädter - Doppelseite MQ 12/2024 (Text und Foto: Sebastian Steinweg)
Unfallgefahr für Senioren steigt - Vorsorge treffen
Gerade für die ältere Generation bringt die dritte Jahreszeit einige Gefahrenquellen mit sich. Um diesen Umstand weiß auch Sebastian Steinweg, Einrichtungsleiter des Caritas Senioren und Pflegeheims Magdalenenhof und Caritas Senioren und Pflegeheims Teresienhof in Hildesheim. „Im Herbst kommen viele Faktoren zusammen, die vor allem älteren Menschen ernsthafte Probleme bereiten können. Wer im Vorfeld ein paar Tipps beachtet, kommt sicher und vital durch die bunte Jahreszeit.“
Steinweg führt an, dass im Fall eines Sturzes, herbeigeführt durch beispielsweise nasses Laub auf Bürgersteigen, Kastanien oder Eicheln auf Treppenabsätzen, es erfahrungsgemäß schnell „zu leichten Verletzungen wie Prellungen oder Schürfwunden, im schlimmsten Fall aber auch zu Frakturen und Ähnlichem kommen kann.“ Problematisch sei hierbei, dass bei älteren Menschen der Heilungsprozess meist länger dauert und durch den Sturz zusätzlich das Selbstvertrauen schwindet. Deshalb ist es wichtig, präventive Maßnahmen zu ergreifen: Unumgänglich ist ein sicheres, festes Schuhwerk mit gutem Profil und rutschfester Sohle, um auf nassen Wegen ausreichend Halt zu haben.
Da um diese Zeit die Tage wieder spürbar kürzer werden und es somit früher dunkel ist, sollten aufgrund der auftretenden schlechten Lichtverhältnisse auch hier einige Vorkehrungen getroffen werden. „Wer draußen unterwegs ist, sei es mit dem Rad oder zu Fuß, sollte unbedingt Reflektoren und/oder eine Warnweste benutzen“, so Sebastian Steinweg, „damit ist gewährleistet, dass man auch in der Dunkelheit gesehen wird. Zudem sollten Treppen und Wege vor dem Haus und im Garten ausreichend ausgeleuchtet sein.“
Um außerdem den kühlen Temperaturen zu trotzen, rät der Experte zum „Zwiebel-Look”. Durch die verschiedenen Kleidungsschichten wird die Wärme am Körper gehalten. Da durchschnittlich 50 Prozent der Körperwärme über den Kopf abgegeben werden, ist es außerdem ratsam, eine Mütze oder ein Stirnband zu tragen.
Immunsystem stärken
Herbstzeit ist bekanntermaßen Erkältungszeit. Ein starkes Immunsystem liefert hier bereits einen guten Schutz. Für Senioren ist deshalb eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen wichtig, die sich vor allem in Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen befinden. Um lästigen Erkältungsviren wenig Infektionsmöglichkeiten zu geben, sollte man sich so oft wie möglich die Hände waschen. Für unterwegs gibt es bereits für wenige Euro zum Beispiel Hand-Desinfektionstücher. So kann man die Krankheitserreger effektiv abwehren, bevor sie in den Körper gelangen.
Besonders entspannend sind auch Saunabesuche. Regelmäßige Schwitzkuren fördern Herz und Kreislauf, stärken das Abwehrsystem und lassen den Körper bei niedrigen Temperaturen nicht so schnell frieren. Wer durch eventuelle Vorerkrankungen eingeschränkt ist oder einen schwachen Kreislauf hat, sollte im Vorfeld immer Rücksprache mit dem Hausarzt nehmen.
Mit der Beachtung dieser Tipps ist man gut gewappnet gegen die Tücken des Herbstes und kann die goldene Jahreszeit genießen. Zusätzlich empfiehlt Steinweg: „Generell ist es sicherer, nicht allein, sondern zu zweit das Haus zu verlassen. Bei Alleingängen sollte man aber auf jeden Fall ein Handy mit sich führen, um im Notfall Hilfe rufen zu können.“
Caritas Senioren und Pflegeheim Magdalenenhof Caritas Senioren und Pflegeheim Teresienhof - Sebastian Steinweg