Volkshochschule Hildesheim

"Wohnen & Leben im MichaelisQuartier" (Bettina Schiller)

(Stadtteilzeitung MQ April 2014 - Redaktion)

Mit der Vortragsreihe „Wohnen & Leben im MichaelisQuartier“ geben Bewohnerinnen und Bewohner Einblicke, Eindrücke, Geschehnisse, Alltägliches und vieles mehr aus ihrem Stadtteill wieder.
Das erste Porträt ist von Bettina Schiller, die zum 1. November 2012 die elterliche Wohnung in Lutter am Barenberge verlassen hat und in den Langen Hagen gezogen ist.  

Haben Sie das Viertel bewusst als Wohnlage ausgesucht oder war es eher zufällig?


Als ich mich auf die Suche nach einer Wohnung in Hildesheim machte, war für mich relevant, dass ich eine gute Anbindung zur Stadt habe bzw. bestenfalls direkt im Zentrum etwas finde.
Hinzu kam aber auch noch der Wunsch, dass sich die Wohnung in einer möglichst ruhigen Umgebung befindet und der Stadttrubel nicht bemerkbar ist. Diese Kriterien werden durch mein neues Zuhause im Michaelisviertel erfüllt.

Wodurch sind Sie als Mieterin zu dieser Wohnung gekommen?
Ich bin über eine private Wohnungsannonce zu meiner Wohnung gekommen. Obwohl sie noch bewohnt war, durfte ich sie mir vorweg ansehen. Aufgrund der schönen Lage und des herrlichen Ausblickes auf die Michaeliskirche, war ich auf Anhieb super positiv eingestimmt und konnte mich dann auch noch von den Einzelheiten überzeugen, sodass es auch bei dieser einzigen Besichtigung blieb.

Welche Besonderheiten bietet das Michaelisviertel?
Ideal ist, dass wirklich alles zu Fuß erreichbar ist, sowohl Einkaufsläden aber auch Restaurants oder auch das Kino. Bushaltestellen, um in andere Stadtteile zu gelangen, sind zahlreich in der Nähe vorhanden. Des Weiteren erreicht man schnell die Innerste, an der man eine wunderschöne Laufstrecke vorfindet.

Wodurch könnte das Wohnviertel noch reizvoller oder verbessert werden?
Durch noch bessere Parkmöglichkeiten. Das Parkraumkonzept hat die Situation vor allem für die Bewohner deutlich verbessert. Besucher müssen jedoch bezahlen. Schön wäre auch ein öffentlicher Grillplatz, da etliche Mieter über keinen Balkon bzw. eine Terrasse verfügen. So fehlt hier ein Rückzugsort an der frischen Luft, was sich besonders im Frühling und Sommer bemerkbar macht.

Können Sie eine Einrichtung in diesem Stadtteil besonders empfehlen?
Als wundervollen Tipp für Menschen, die sich gerne in ruhiger Lage auf einen Kaffee oder ein anderes leckeres Getränk treffen und die Gesellschaft genießen, kann ich auf jeden Fall das Michaelis WeltCafé empfehlen. Es ist kein übliches Café, denn es zeichnet sich durch einen besonderen Charakter aus. Es wird ehrenamtlich geführt und erhält zu einigen fest Angestellten, zusätzlich jede Menge Unterstützung von ehrenamtlichen Kräften, die sich sehr engagieren. Hinzu kommt, dass das Café mit El Puente zusammenarbeitet und alle Produkte fair gehandelt sind.

Gibt es eine besondere Erfahrung, die sie in Ihrer neuen Umgebung gemacht haben?
Ich selbst fühle mich in diesem Wohnviertel sehr wohl. Obwohl ich mich anfangs etwas schwer getan habe, mich hier einzuleben, genieße ich es jetzt umso mehr. In diesem Viertel leben viele Menschen, die ich bereits auch etwas besser kennenlernen durfte. Häufig ist das Michaelis WeltCafé ein schöner Treffpunkt für viele Bewohner dieses Stadtteils, um sich auszutauschen bzw. auch neue Kontakte zu knüpfen.