Institut AkzepTanz

Der "Hohe Wall"

Stadtteilzeitung MQ August 2021 - Text: Karl Scheide

Otto Gerland schreibt  „Wenn man aus der Michaeliskirche heraustritt und um das Gebäude des Klosters nach Nordosten zu herumgeht, dann gelangt man auf den hier noch wohlerhaltenen Festungswall, dem ‚Hohe Wall‘, auf dessen höchster Spitze, einer vormaligen Bastion ein Denkmal für die 1870/71 gefallenen Krieger, ein etwas schwerfälliger gotischer Obelisk ohne künstlerischem Wert, errichtet ist und von daraus man eine herrliche Aussicht in das Innerstetal und darüberhinaus bis zum Schloß Marienburg bei Nordstemmen an der Leine hat.“

Im Mittelalter standen auf dem Hohen Wall schwere Kanonen zur Abwehr von Feinden der Stadt Hildesheim. Ein Luftbild der Alliierten vom 27.03.1945 zeigt einen Bombentrichter in unmittelbarer Nähe des Kriegerdenkmals von 1870/71. Durch die gewaltige Druckwelle der Sprengbombe war besonders der obere Teil des Filigrantürmchen mit der Viktoria herabgestürzt. Die Trümmer waren später noch lange zu sehen. Die Sicht vom Hohen Wall ins Innerstetal ist heute durch Bäume eingeschränkt. Das Kriegerdenkmal wurde aufgrund der starken Beschädigung vor vielen Jahren entfernt.

Quellen: Hildesheim und Goslar, Otto Gerland, Verlag Seemann Leipzig 1904

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.