Institut AkzepTanz

Baustelle Mühlenstraße - Einst und aktuell

Stadtteilzeitung MQ Juli 2021 - Redaktion (Karl Scheide)

Aktuell
Auf dem abgesperrten Gelände bis zur Innerste sind seit Mitte Mai 2021 Bagger und Baufahrzeuge im Einsatz, um die Reste der Grundmauern zu beseitigen. Der Baugrund wurde amtlich engmaschig mit tiefen Bohrungen versehen, um mögliche Bomben des 2. Weltkriegs aufzuspüren (Aufsicht durch die niedersächsische Kampfmittelbeseitigung).

Weiterhin werden durch Mitarbeiter einer Baufirma zur Feststellung der Festigkeit des Baugrunds Bodenproben entnommen. Nach meinen Kenntnissen besteht der Untergrund des Michaelishügels bis zur Innerste aus Posidonienschiefer (Tonstein aus dem Unterjura, der sich auf weite Teile Mitteleuropas erstreckt). Auf dem Areal plant die kwg (Kreiswohnungsbaugesellschaft) einen Gebäudekomplex mit 12 Eigentumswohnungen.. 

Einst
Ein Großteil der Grundstücke Mühlenstraße gehörte dem Besitzer der Mühle Malzfeld (heute noch Wassermühle in Sarstedt). Bis zum Bombenangriff am 22. März 1945 waren dort Wohnhäuser für Arbeiter und Kutscher, u.a. einige Speicher, ein Pferdestall und ein Maschinenhaus; danach waren es nur noch Grundmauern und der rote runde Schornstein des Maschinenhauses.
Nach dem Krieg war das Trümmergelände für mich und andere Schuljungen ein ‚Abenteuerspielplatz‘. An der Bischofsmühle bewegten wir uns auf schmalen Eisenträgern über das Wasser der Innerste. Eine besondere Mutprobe war das Erklimmen des Schornsteins vom Malzfeld Maschinenhaus, der einsam in den Trümmern stand. Die größeren Jungen zeigten, wie es geht, wenn man außen am Schornstein an den Steighilfen des Schornsteinfegers bis an die Spitze klettert. Leider habe ich bei der Mutprobe versagt, da auf halber Höhe zwei Steighilfen fehlten und andere stark wackelten.
Die ‚alten Bilder‘ habe ich vor einigen Jahren von einem ehemaligen Nachbarn aus dem Wohl erhalten.

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